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    <title>aussichtsturm</title>
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    <title>aussichtsturm</title>
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  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5141776/">
    <title>Schaden und Spott</title>
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    <description>Nach längerer reisebedingter Pause bin ich wieder zurück in E-Town.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgestern traf ich mich mit Freunden in unserem Stamm-Fußball Pub Elephant&amp;Castle, um mir Kanadas Auftaktmatch in der WM-Qualifikation gegen Jamaica anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Spiel wurden Highlights aus den Freundschaftsspielen des Tages gezeigt, unter anderem auch Tore vom 2:2 Österreichs gegen Italien. (Wo unsere Jungs praktisch alle 4 Tore erzielten. Wer&apos;s nochmal sehen will, &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=P9JHlsZnCL8&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; gibt&apos;s die Tore.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit gleich in die zweite Hälfte des Kanada-Spiels: Kanada führt 1:0. Angriff der Jamaikaner. Flanke in die Mitte. Ein Verteidiger rettet jedoch zum Eckball.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Freund Eric kann&apos;s natürlich nicht lassen und spottet (in Anlehnung an Stranzls Quasi-Eigentor aus sehr ähnlicher Situation): &quot;Für Österreich wäre das eine ziemlich gute Tormöglichkeit gewesen!&quot; Jaja, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wie gesagt, der Kanadier klärte ja nur zum Eckball. Und aus dieser resultierte dann Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/uRm1ew3bBBU&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/uRm1ew3bBBU&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischer Özcan, sag ich da nur dazu. Zu Lachen war Eric da natürlich nicht mehr zumute, zumal sich danach nichts zählbares mehr tat und Kanada sich mit dem doch enttäuschenden Unentschieden begnuegen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal läuft&apos;s halt doch umgekehrt: Wer Spott verbreitet, braucht für den Schaden nicht mehr zu sorgen (da er von ganz allein kommt).</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Sport%28kultur%29&quot;&gt;Sport(kultur)&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-08-22T21:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5110755/">
    <title>Die Tücken des Alltags 1: Zahlen</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5110755/</link>
    <description>Es sind die kleinen Dinge, an die man sich beim Wechsel zwischen den Lebenswelten wieder gewöhnen muss. Dazu gehört hier das Zahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei uns die Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer ist hier bei den meisten Gütern die sogenannte GST (goods and services tax) fällig, die 5 % beträgt (2007 noch 6 %, aber der kanadische Staat kann sich offensichtlich Steuerreduzierungen leisten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der - fuer mich immer wieder aufs neue verwirrende und ärgerliche - Unterschied ist, dass die Preise fast immer vor Steuer angegeben sind.  Ein T-Shirt um 10 Dollar, mit der 10 Dollarnote parat an die Kassa und dann - ach nein, da müssen ja auch noch die 5 Cent herausgekramt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur komplizierten Rechenaufgabe wird das ganze dann in einem Restaurant oder Pub wenn man - üblicherweise ungefragt - eine Gemeinschaftsrechnung präsentiert bekommt, aber eigentlich einzeln bezahlen will. Auf der Rechnung werden nämlich natürlich zunächst alle Posten vor Steuer addiert und dann erst die fällige GST gesammelt hinzugefügt. Also, meine drei Sachen zusammen machen 23 Dollar 70 Cent , jetzt muss noch 5% GST dazu und dann sollten noch mindestens 10% Trinkgeld gegeben werden - wieviel macht das gleich nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte was ist der Sinn? Warum kann der Preis nicht einfach so ausgeschildert werden, wie er letztendlich zu zahlen ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grrrr!!!</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Cultural+Notes&quot;&gt;Cultural Notes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 relationes</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-07T21:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5106286/">
    <title>Der Wilde Westen und das Komasaufen</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5106286/</link>
    <description>Weil ich &lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/stories/5087679/&quot;&gt;letztens von Änderungen gesprochen&lt;/a&gt; hab. Jetzt hat sich etwas geändert: Offensichtlich haben das auch bei uns in Good Old Europe angeprangerte Komasaufen (hier &quot;binge drinking&quot; genannt), sowie die damit verbundenen Gewaltausbrüche in und um Bars hier im Wilden Westen ein derartiges Maß erreicht, dass sich die Provinzväter und -mütter zum Einschreiten bemüßigt sahen. Seit letzten Freitag (1. August 2008) sind deshalb in Alberta einige neue Regelungen in Kraft:&lt;br /&gt;


&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Einführung von verbindlichen Mindestpreisen für Alkohol (welche auch zur Happy Hour nicht unterschritten werden dürfen). Diese betragen unter anderem für eine Halbe Bier (bzw. ein 20-ounce pint = 0,59l) 3,20 kanadische Dollar (1,98 Euro) und $2.75 (1,70 Euro)  pro Ounce (29 ml) Spirituosen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Einschränkung der Specials und der Happy Hour. Der Verkauf von Alkohol zu einem Preis, der niedriger als der reguläre, in der Getränkekarte geführte Betrag, liegt, ist nach 8 Uhr abends verboten.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Nach 1 Uhr morgens ist es niemandem gestattet, mehr als 2 Getränke auf einmal zu bestellen und es ist ebenfalls verboten, dass jemand mehr als 2 Getränke in seinem/ihrem Besitz hat.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;hr /&gt;
vgl. Artikel: Richard Cuthbertson: &quot;Last call for happy hour. Alberta bans cheap drinks after 8 p.m.&quot; in: Calgary Herald Online, Freitag 1. August 2008 (online unter &lt;a href=&quot;http://www.canada.com/calgaryherald/news/story.html?id=bf763dd3-bef3-489f-a547-f3ceb8081998&amp;p=2&quot;&gt;www.canada.com/calgaryherald&lt;/a&gt;)
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;


So ein Unsinn!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Mindestpreise wird nur sehr partiell etwas bringen. Es unterbindet jene Clubs und Zeiten, wo mit Extrem-Specials von 25 Cents oder ähnlichem für sogenannte &quot;Highballs&quot; (Alkohol-Saft/Limonade-Mischgetränke) zum Saufen angeregt wurde, was  aus eigener Beobachtung - auch tatsächlich fatalen Zuspruch fand. Ebenso Geschichte dürfte damit jene Form der &quot;Thirsty Thursdays&quot; sein, die ich letztes Jahr an Donnerstagen in der Pub-Kette &quot;Hudsons&quot; so feucht fröhlich genossen habe: Ein halbes Pint (des berüchtigt miserablen Black Label Biers) zum Preis von 1 Dollar. Da ging es tatsächlich rund. Davon abgesehen wird das Gesetz jedoch kaum etwas ändern, da die Getränkepreise ansonsten ohnehin weit über den Mindestwerten liegen. (Für Bier etwa zwischen 4 und 7 Dollar pro Pint, wobei zudem das ausgeschenkte Pint üblicherweise nicht 20 sondern 16 Unzen umfasst, also nur 0,47l).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wird sich für mich jetzt Punkt Zwei unliebsam bemerkbar machen. Wenn ich in ein Pub ging war bisher war meine erste Frage fast immer &quot;Do you have any Beer on Special?&quot; weil sehr oft an bestimmten Tagen ein bestimmtes Bier verbilligt angeboten wurde und nachdem es mir meist relativ gleich ist, was für ein Bier ich trinke (von Black Label und US-Amerikanischen Wässerchen abgesehen) hab ich dann entsprechend bestellt. Nur 5 statt 6,50 Dollar! Juhu! - Aber damit müsst&apos;s ja jetzt dank der No-Specials-nach-8-Uhr-Regelung aus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch dazu  8 Uhr!? Bitte, will die Provinzregierung, dass die Leute möglichst noch am Nachmittag zu saufen beginnen, um in den Genuss von billigen Getränken zu kommen? Davon abgesehen war es meiner Erfahrung nach so, dass die Leute die saufen wollten, sich um die Getränkepreise meist ohnehin überhaupt nicht kümmerten. Erst wurde gesoffen was das Zeug hielt, schließlich kam die Gemeinschaftsrechnung an den Tisch und dann warf halt jeder locker seine Dollarscheine in die Mitte - sodass am Ende oft auch noch ein mehr als königliches Trinkgeld herauskam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den dritten Punkt betrifft, so geht es dabei offensichtlich darum, die Sperrstunde zu entschärfen. Bisher war die Regelung so, dass (zumindest in Edmonton) spätestens um 2 Uhr Last Call (letzte Bestellung) war und man danach eine Stunde Zeit hatte, diese Getränke zu leeren, spätestens um 3 Uhr schlossen dann die Lokale. Scheinbar dürfte das also dazu geführt haben, dass die Leute kurz vor dem Last Call noch schnell über die Maßen vorgesorgt haben, um bis zum bitteren Ende versorgt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die neue Regelung hier Sinn macht, bezweifle ich stark. Die zwei erlaubten Drinks werden halt um so schneller und wiederholter geleert werden, um bis zum Last Call den angestrebten Rauschzustand zu erreichen. Und nach dem Last Call werden sich die betrunkenen Massen halt eine Viertel- oder halbe Stunde früher aus den Lokalen hinaus begeben. Wie das Trunksucht und Pöbeleien vorbeugen soll, ist mir schleierhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Umsetzung, insbesondere von Punkt Drei, bin ich ebenfalls gespannt. Ob es Zwei-Drink-Limit-Kontrolleure nach 1 Uhr geben wird? Wohl kaum. Vor allem ist im Hinblick darauf auf die bereits bestehende Gesetzeslage hinzuweisen, die, wenn rigoros umgesetzt, bereits viel ändern würde: Die Lokale machen sich nämlich ohnehin strafbar, wenn sie Gäste &quot;überbedienen&quot; (overserve)! (Dies war mir im übrigen für fast ein Jahr unbekannt, bis schließlich mein Freund Eric einmal in unserem Stammlokal einschlief  mehr als Folge von Müdigkeit als von Alkohol  und man mir dann sagte, dass er nur ausnahmsweise aus Nachsicht bei uns sitzen bleiben dürfe, üblicherweise würde er zu diesem Zeitpunkt aus dem Lokal hinaus bugsiert werden!) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Summa summarum ist das also wieder einmal so ein Fall, wo die Politik vor einem Problem steht, und sich entschließt, die Symptome anstatt der Ursachen zu bekämpfen Die unbequemen und nur langfristig zu lösenden Fragen lauten: Was bringt die Massen dazu, sich niederzusaufen? Und warum werden sie anschließend so oft aggressiv? Aber sich damit zu befassen, wäre ja viel zu kompliziert.. Und so wird dieses Gesetz höchstens einer jener sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein werden - sofern es den Stein überhaupt trifft..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Papa, das war es jetzt, das &lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/stories/5090844/#comments&quot;&gt;von Dir gewünschte Bier&lt;/a&gt; am Blog. Ich hoffe Du hast es mit Genuss gelesen! Leider würde ich mich strafbar machen, es gratis auszuschenken, noch dazu in aller Öffentlichkeit. Ich werde also bei Gelegenheit eruieren, wie viele Zeichen ein Pint ergeben und dann die entsprechende Summe von den LeserInnen einfordern.. :)</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Cultural+Notes&quot;&gt;Cultural Notes&lt;/a&gt;</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5098675/">
    <title>Guten Morgen, Guten Abend</title>
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    <description>Obwohl die Vorbereitungen und der Aufbruch wieder einmal ganz schön stressig waren (wie könnt&apos;s bei mir anders sein) und die Reisezeit anschließend ziemlich genau 24 - fast schlaflose - Stunden betrug (inklusive nächtlicher Wartezeit am Flughafen), hatte ich dieses Mal - &lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/stories/3120963/&quot;&gt;im Unterschied zum letzten Flug nach Kanada&lt;/a&gt; - in den ersten Tagen durchaus einen Anflug von leichtem Jetlag: Um 7 Uhr in der Früh wachte ich auf, um 11 Uhr am Abend wurde ich sehr, sehr müde. Man glaubt&apos;s kaum, ich hatte also fast einen &quot;normalen&quot; Lebensrhythmus! Aber keine Sorge - heut hab ich tief und fest bis 11 Uhr vormittags geschlafen, bin also wieder am Weg zurück zum altbekannten Bohémien. :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übrigen ist mir auch ein bisschen schleierhaft, wie ich diesen &quot;Jetlag&quot; deuten soll: Um 7 Uhr morgens aus dem und um 11 Uhr abends ins Bett - das entspräche in mitteleuropäischer Zeit einem &quot;Rhythmus&quot; von 7 Uhr in der früh Einschlafen und 3 Uhr nachmittags Aufwachen - und SO chaotisch bin ich dann auch wieder nicht! (Ausgenommen exzessive Fortgeh-, Computerspiel- und Diplomarbeitsschreibphasen..)</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Von+Tag+zu+Tag&quot;&gt;Von Tag zu Tag&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-31T18:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5090844/">
    <title>Der Besuch der 10.000</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5090844/</link>
    <description>Unfassbar. Mein Counter hat heute sage und schreibe den/die 10.000ste/n Besucher/in dieses bescheidenen Blog verzeichnet. Gratulation und Dank fuers Vorbeischauen an ihn/sie!  Nachdem ich leider nicht weiss wer&apos;s war, kann ich den vorbereiteten Preis leider nicht ueberreichen. Schade. Naechste Gewinnchance: Besucher/in Nummer 11.111. Naja einstweilen gibt&apos;s dafuer zur Feier des Tages freien Blogeintritt fuer alle! :)</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Blogistan&quot;&gt;Blogistan&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-28T21:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5087679/">
    <title>wiedersehen - wieder neu sehen</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5087679/</link>
    <description>Ein bisschen seltsam ist es, wieder hier zu sein. Alles sieht noch aus wie vor zehn Monaten - naja, ein neues Geschäft da, eine neue Baustelle dort, die üblichen Kleinigkeiten halt - aber sonst: Alles wie vor zehn Monaten. Alles ist so vertraut. Es ist, als wär ich nie weg gewesen. Und doch war ich es. Und durch dieses Wissen fühlt sich das erste Wieder-sehen und Wieder-erleben manchmal ein bisschen seltsam an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen, weil sich in einem Jahr einiges ändern kann. Neue soziale Probleme und Brennpunkte, neue Trends in Punkto No-Nos im öffentlichen Raum können schnell entstehen.  Insbesondere in einer Stadt, die so boomt wie Edmonton. Ich erinnere da an die &lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/stories/2982381/&quot;&gt;besorgniserregende Häufung von Gewalt&lt;/a&gt; vor einem Jahr. Damals habe ich solche Dinge ganz nebenbei, aus Gesprächen, aus den Medien, mitbekommen, wusste, wann und wo ich vorsichtig sein sollte. Aber jetzt komme ich zurück in diese Stadt, die so vertraut aussieht, von der ich aber doch nicht weiss, ob sie auch wirklich noch ganz die gleiche ist. Das ist jetzt, zu Beginn, ein bisschen verunsichernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zum anderen fühlt sich das Wiedersehen auch deshalb ein bisschen seltsam an, weil die Situation eine ganz andere ist. Damals lebte ich hier. Ich war Teil dieser Stadt, dieser Gesellschaft. Ich hatte meine eigene Wohnung, mein Konto, meine Arbeit - was eben so dazugehört, zum ganz normalen Leben. Dieses Mal ist das anders. Obwohl ich die Stadt so gut kenne, Leute kenne, trotz der Länge des Aufenthalts bin ich jetzt doch nur ein Besucher. Das hier ist Urlaub. In ein paar Wochen bin ich wieder weg. Mein richtiges Leben wartet zuhause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich denke, beides wird sich rasch geben. In ein paar Tagen. Wenn ich die Lage in der Stadt ein bisschen ausgelotet habe. Wenn ich mir selbst eine Beschäftigung gesucht und einen Plan für die Zeit hier gemacht habe. (Bald werde ich dank meiner Liebsten wieder ein Konto haben, und im Handy ist bereits eine kanadische SIM-Karte - was im Übrigen für euch heisst, dass ich SMSse an die österreichische Nummer erst sehr verspätet sehen werde. E-Mail ist besser!) Alles in allem ist sehr schön, wieder hier zu sein..</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Von+Tag+zu+Tag&quot;&gt;Von Tag zu Tag&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-27T15:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5084673/">
    <title>Haiders Abgründe</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5084673/</link>
    <description>Offenbar hab ich meine Reise ja ideal getimet. Die jüngsten Grauslichkeiten zum Wahlkampfauftakt hab ich noch miterleben müssen, von allem was da noch kommen mag (und sicher wird), werde ich nun wenigstens nur mehr Bruchstücke, und auch die nur aus sicherer Distanz mitbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich Haiders Aktion vom letzten Wochenende genauer ansieht, ist das ja wieder einmal sensationell. Ganz abgesehen von der alten und an sich schon erbärmlichen Taktik, mit primitiver Ausländerfeindlichkeit um Wählerstimmen zu buhlen, muss man sich die Vorgänge von Freitag bzw. Samstag Nacht (&lt;a href=&quot;http://www.kurier.at/nachrichten/179187.php&quot;&gt;Kurier-Bericht&lt;/a&gt;) wirklich auf der Zunge zergehen lassen! Ich fasse - anhand des Berichts &lt;i&gt;&quot;Fekter gegen Haider&quot;, in: Tirol am Sonntag, 20. Juli 2008, S. 35&lt;/i&gt; - zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) schickt einen Bus mit sechs Asylwerben von Kärnten los. &lt;i&gt;&quot;Damit hätten vier Männer, eine Frau und ein Kind (5) in das niederösterreichische Flüchtlingslager Traiskirchen gebracht werden sollen. Haider wollte, wie er sagt, auf diese Weise &apos;eine Reihe von strafffällig gewordenen Asylwerbern abschieben&apos;&lt;/i&gt;. Doch Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) lässt den Bus an der kärntnerisch-steirischen Grenze von der Polizei stoppen, die Asylwerber haben in Kärnten zu bleiben. &lt;i&gt;&quot;Haider ist empört. Die Ministerin habe &apos;zum Schutz von gewaltbereiten Asylanten die Polizei&apos; eingesetzt.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moment einmal. Wie bitte? Habe ich das richtig verstanden: Herr Haider setzt also ohne jegliche Bedenken eine junge Frau und ihr fünfjähriges Kind in einen Bus mitten unter vier gewaltbereite Kriminelle!? Und sonst geht&apos;s aber schon noch gut!? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man steht  nun also vor der Wahl: Entweder die Anschuldigungen gegen die betroffenen Männer stimmen, dann ist es ein Skandal, dass Haider fahrlässig eine Frau und ihr Kind gefährdet. Oder aber die Anschuldigungen stimmen nicht, dann entlarvt dies die Aktion vollständig als plumpe populistische Ausländerhetze. In jedem Fall: Pfui!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was im übrigen Haiders Empörung betrifft, die Ministerin habe zum Schutz von gewaltbereiten Asylanten die Polizei eingesetzt, so hätte ich da einen Vorschlag: Herr Haider, setzen Sie doch beim nächsten Deportationsversuch Ihren Parteichef Peter Westenthaler ans Steuer. Der hat ja scheinbar Übung darin, im Weg stehende Polizeibeamte mit dem Auto beiseite zu schaffen.. (&lt;a href=&quot;http://wien.orf.at/stories/295513/&quot;&gt;orf.at-Bericht&lt;/a&gt;)</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Zitiert+und+Kommentiert&quot;&gt;Zitiert und Kommentiert&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-25T18:04:00Z</dc:date>
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    <title>Lebenszeichen</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5080228/</link>
    <description>Ich bin - nach ziemlich genau 24 Stunden Reisezeit - gut in Edmonton gelandet. Ich kann&apos;s noch gar nicht richtig glauben, dass ich jetzt wirklich wieder hier bin! Naja, erst einmal Schlafen, vielleicht hilft das der Verarbeitung..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor aber noch eine Episode aus dem Flugzeug: Neben mir sassen ein Maedchen und seine Mutter, die Verwandte in Alberta besuchten. Nachdem wir bereits ein halbes Mandala zusammen ausgemalt hatten, zeichnete die Kleine ein Flugzeug darunter, und als sie es fertig hatte, malte ich mit dem lachsfarbenen Stift einen Passagier in eines der Fenster. Daraufhin nahm sie den Stift und fuellte alle Fenster nach links mit Menschen, denen sie dann auch noch mehr oder weniger ausgefallene Frisuren verpasste. Fertig? Nein, rechts neben dem von mir gezeichneten Passagier waren ja noch vier leere Fenster. Da nimmt die Siebenjaehrige auf einmal andere Stifte zur Hand, fuegt zwei braune und zwei schwarze Passagiere hinzu, und meint dabei ganz selbstverstaendlich: &quot;Es muessen doch nicht immer alle Menschen weiss sein!&quot; Respekt, Maedel!</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Von+Tag+zu+Tag&quot;&gt;Von Tag zu Tag&lt;/a&gt;</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5040787/">
    <title>Braq(ue)!</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5040787/</link>
    <description>Also das nenne ich einmal eine kreative, generationenverbindende Kampagne: Die &lt;a href=&quot;http://freecard.cc/&quot;&gt;freecard&lt;/a&gt; für die Ausstellung &quot;George Braque - Der andere Picasso&quot; des &lt;a href=&quot;http://www.bankaustria-kunstforum.at/de/austellungen/vorschau/33&quot;&gt;Bank Austria Kunstforum&lt;/a&gt;. (Danke ans Schwesterchen fürs Entdecken und Mitbringen.)&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;414&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; src=&quot;http://img382.imageshack.us/img382/9846/080705braque3dsc09294oy9.jpg&quot; alt=&quot;braque&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Georges Braque&lt;/b&gt; (1882-1963): Französischer Maler, Grafiker und Bildhauer, der zusammen mit Pablo Picasso den Kubismus entwickelte und zu den bedeutendsten Künstlern der Moderne zählt. (Quelle: Namen der Kunst &lt;a href=&quot;http://www.georges-braque.de/&quot;&gt;georges-braque.de&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Braq, Oida!&quot;&lt;/b&gt; Ausdruck aus dem Wortschatz der 2007 entstandenen österreichischen Jugendkulturströmung der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Krocha&quot;&gt;Krocha&lt;/a&gt;, der aus Verkürzung (Na prack!) bzw. Veränderung der Schreibweise (BraQ) der Redewendung &quot;Do prackts mi nieda.&quot; (&quot;Das haut mich um.&quot;) resultiert und wie hier meist vom - im Krocha-Slang allgegenwärtigen - Wörtchen &quot;Oida&quot; (&quot;Alter&quot;) begleitet wird. (Quelle: Krocha-Lexikon &lt;a href=&quot;http://www.fix-oida.at/b/braq&quot;&gt;fix-oida.at&lt;/a&gt;)</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Die+Sprache%28n%29+die+wir+%28mehr+oder+weniger%29+sprechen&quot;&gt;Die Sprache(n) die wir (mehr oder weniger) sprechen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 relationes</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-05T22:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5040800/">
    <title>zitat-iert</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5040800/</link>
    <description>Gestern in der Rubrik &quot;&lt;i&gt;Spruch der Woche&lt;/i&gt;&quot; der Innsbruck-Ausgabe der &quot;&lt;a href=&quot;http://www.tirolerwoche.com/&quot;&gt;Tiroler Woche&lt;/a&gt;&quot;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Der Geschäftsführer der Tirol Werbung Joe Margreiter bedankt sich überschwänglich für die tolle Gastfreundschaft&quot;&lt;/i&gt; - die Neufstift im Stubaital der spanischen Nationalmannschaft während der EURO 08 zuteil werden hat lassen - und tut dies mit folgenden spruchreifen Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;i&gt;&quot;Die Stubaier haben eine Visitenkarte für die erstklassige Tiroler Gastfreundschaft abgegeben und die Spanier bestens serviciert.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Serviciert!? Service-iert!? Was ist denn das bitte für ein Wort? Grammatiaklische Kategorie: Verbisiertes Nomen? Ich bin leicht irr-it-iert..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.&lt;hr /&gt;
Quelle: &quot;Spruch der Woche&quot; in: Tiroler Woche, 32. Jg, Freitag 4. Juli 2008, S. 2.
&lt;hr /&gt;.</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Die+Sprache%28n%29+die+wir+%28mehr+oder+weniger%29+sprechen&quot;&gt;Die Sprache(n) die wir (mehr oder weniger) sprechen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-05T14:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5031293/">
    <title>Ein Hoch auf den blinden Gehorsam?</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5031293/</link>
    <description>Kanada feiert sich heute selbst. Der 1. Juli ist der Nationalfeiertag, &lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/stories/2284654/&quot;&gt;Canada Day&lt;/a&gt;. Die zeitliche Übereinstimmung mag nur Zufall sein, aber der gestrige Kurier brachte einen Artikel von Heike Warmuth, der mir so gar nicht nach feiern zumute werden lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Vietnam-Krieges gewährte Kanada unter dem damaligen liberalen Premier Pierre Trudeau tausenden Deserteuren der US-Armee Asyl und sah sich als &quot;&lt;i&gt;einen Zufluchtsort vor Militarismus&lt;/i&gt;&quot;. Anders das heutige Kanada unter dem konservativen Premier Stephen Harper, das sich eher zu einem &quot;Sympathisanten und Handlanger des Militarismus&quot; zu entwickeln scheint: Um den südlichen Nachbarn nicht zu brüskieren, droht Fahnenflüchtlingen die Abschiebung in die und damit Verurteilung in den Vereinigten Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Deserteuren, die aus einem demokratischen Land wie den Vereinigten Staaten stammen - in welchem es noch dazu, und das sei hervorgehoben, keine Wehrpflicht gibt, sie sich also freiwillig zum Militärdienst verpflichtet hatten - wirklich ein offizieller Anspruch auf Asyl eingeräumt werden muss, mag dahingestellt bleiben. Die öffentlichen Stellen in Kanada jedenfalls lehnen vor allem das von Soldaten vorgebrachte Argument ab, dass der Krieg im Irak &quot;illegal&quot; sei und sie daher als Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt werden sollten. Erschreckend ist dabei die vom Kurier zitierte diesbezügliche Erkenntnis eines Kanadischen Bundesgerichts von 2006: &quot;&lt;i&gt;Von einem einfachen Fußsoldaten wird nicht erwartet, dass er oder sie ihre eigene Beurteilung über die Legalität eines Konfliktes macht&lt;/i&gt;&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So einfach ist das also. Eigenständiges Denken? Wird nicht erwartet. Eigenes Gewissen? Ist nicht erwünscht. Ich spinne den Gedanken fort: &quot;Von einem einfachen Fußsoldaten wird nicht erwartet, dass er oder sie ihre eigene Beurteilung über die Legalität eines Befehls macht.&quot; Und am Ende trägt keiner irgendeine Schuld, denn jeder kann sagen: &quot;Ich habe nur meine Befehle ausgeführt..&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
O Canada. &lt;br /&gt;
:(&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.
&lt;hr /&gt; 
Quelle: Heike Warmuth: Fahnenflucht statt Kanonenfutter, in: Kurier 30. Juni 2008, S. 7 (Artikel Online unter &lt;a href=&quot;http://www.kurier.at/nachrichten/171976.php&quot;&gt; www.kurier.at&lt;/a&gt;).
&lt;hr /&gt;
.</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Zitiert+und+Kommentiert&quot;&gt;Zitiert und Kommentiert&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 relationes</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-01T18:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5029154/">
    <title>Irren ist Menschlich</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5029154/</link>
    <description>Kürzlich in der Redaktion: Der Verlag gestaltet in einer Zeitung regelmäßig eine Promo-Info-Seite für einen Landesfonds, welcher sich um Wirtschafts- und Innovationsförderung bemüht. Dieses Mal soll Unternehmern und Finanziers Mut gemacht werden, neue Ideen auch einmal entgegen anfänglicher Skepsis weiterzuverfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu werden in einem Kasten eine Handvoll historischer Herrschaften präsentiert, die innovative Ideen ihrer Zeit nicht erkannt hatten, und über deren Urteile man nachträglich nur lachen kann. Etwa nach der Marke: &quot;Herr Bell, das Telefon mag zwar für Sie in Amerika nützlich sein, aber für uns in England ist das nichts. Wir haben sehr schnelle Kuriere.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, die Rubrik ist also fertig recherchiert und geschrieben und wird den Auftraggebern zur Ansicht gesandt. Daraufhin folgt ein energischer Anruf von der beim Fonds zuständigen &quot;Kampf-Emanze&quot; (© die beim Verlag zuständige Redakteurin): &apos;Das sind ja alles nur Männer! Da muss eine Frau dazu!&apos;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch wird dann also einer der Männer durch eine Frau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich rekapituliere: Das Ziel der Seite ist es, die Fehleinschätzungen einiger Personen zu entlarven, die sich - aus heutiger Sicht betrachtet - zum Affen gemacht haben. Und da musste nun also unbedingt auch eine Frau dazu!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das ist wahre Emanzipation: Die LeserInnen müssen erkennen, dass das Irren menschlich und nicht nur männlich ist..</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Zitiert+und+Kommentiert&quot;&gt;Zitiert und Kommentiert&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 relationes</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-30T21:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5022159/">
    <title>EURO 2008 Tag 19 - Deutschland vs Türkei</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5022159/</link>
    <description>Über das gestrige Spiel sag ich lieber nichts, sonst muss ich mich nur noch mehr ärgern als ich es eh schon tu&apos; und beschränke mich ganz einfallslos darauf, jenes - Gary Lineker zugeschriebene - Zitat wiederzugeben, das in den letzten zwei Jahrzehnten leider schon viel zu häufig in aller Fußball-Munde war (und durch das sich der Engländer wohl ein dauerhafteres Denkmal setzte als durch seine fußballerische Leistung):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Football is a simple game; 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans win.&quot; (Gary Lineker, nach Englands Halbfinalniederlage im Elfmeterschießen gegen Deutschland bei der WM 1990)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte das Spiel ja eigentlich nur zu gerne in einer Fanzone angesehen - schließlich hätte es bzw. die anwesenden Zuseher die ultimative Antwort auf die spannende Frage liefern können, wen die Österreicher noch mehr nicht leiden können: die Deutschen oder die Türken. Der heftige Regen hat mich dann doch dazu veranlasst, daheim zu bleiben, allerdings gab&apos;s auf ORF zu diesem Thema eine interessante Episode in zwei Akten. (Hier sinngemäß, nicht wortwörtlich, wiedergegeben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Szene 1. Vor dem Spiel. Stimmungsbericht aus der Fanzone in Wien. Der ORF-Außenstellenreporter: &quot;Ein Deutscher Fan hat mich vorhin gefragt: &apos;Warum stehen denn die Österreicher in der Fanzone alle auf der Seite der Türken?&apos; und ich habe geantwortet, das wird damit zu tun haben, dass die Deutschen uns mit ihrem Sieg die Chance auf das Viertelfinale genommen haben, während das bei den Türken nicht der Fall war.&quot;&lt;/i&gt; (Hahaha! Die typische österreichische Höflichkeit - oder soll ich sagen Heuchelei?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgte das Spiel, Ausgang bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Szene 2. Nach dem Spiel. Stimmungsbericht aus einer Fanzone zwischen Basel, Wien und Berlin. Der ORF-Außenstellenreporter fragt einen deutschen Fan, ob er mit diesem Matchverlauf gerechnet habe. Als Antwort grölt der Fan: &quot;Wir sind im Finale! Ihr Würstchen!&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber erster deutscher Fan aus der Fanzone Wien: Betrachte dies als Beitrag zur Beantwortung Deiner Frage...</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Sport%28kultur%29&quot;&gt;Sport(kultur)&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 relationes</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-26T18:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5019847/">
    <title>Wider das Lehrer-Prügeln</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5019847/</link>
    <description>Im Hinblick auf die jüngste Diskussion über Lehrerbewertungen hat sich Herr Tartarotti vom Kurier zu einem &quot;Vergleich&quot; hinreißen lassen, der schon nicht mehr hinkt sondern höchstens noch kriecht bzw. meiner Meinung nach schon darniederliegt. Bitte sehr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.
&lt;hr /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Dienstleistung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehrer werden von uns bezahlt, damit sie unsere Kinder ausbilden. Doch ist es ausgesprochen schwierig, die Qualität dieser Dienstleistung zu überprüfen. Man stelle sich vor, ein Friseur würde ständig windschiefe Frisuren schneiden oder ein Wirt versalzene Suppe servieren. Dennoch wären beide nahezu unkündbar, und ein Wechsel zu einem anderen Haarschneider bzw. Lokal wäre nur unter größten Schwierigkeiten möglich. Darüber hinaus gäbe es keine Möglichkeit, die Leistungen von Friseur und Wirt zu bewerten  ganz im Gegenteil, die beiden würden den Kunden jedes halbe Jahr Zeugnisse über die Qualität ihrer Haare oder über ihr Essverhalten austeilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder wird über eine Lehrer-Beurteilung diskutiert, wieder bremst die Gewerkschaft. Ein  altersadäquates, formal sachliches  Feedback für den Lehrer durch seine Kunden, die Schüler, wäre selbstverständlich und nützlich. Kommen wird es lange nicht: Denn in Österreich habe konstruktive Kritik keine Tradition, sagt eine kritische Lehrerin. Da könnt ja ein jeder kommen. - GUITAR guido.tartarotti@kurier.at&lt;/i&gt;
&lt;hr /&gt;
Quelle: Kurier, Montag 23. Juni 2008, S. 1. Artikel online abrufbar unter &lt;a href=&quot;http://www.kurier.at/epaper/text.php?TB=TEXT&amp;TEXT=23.06.2008/wm/46-25627638.xml&quot;&gt;www.kurier.at&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lebe der Stammtisch! Das halbe Jahr haben sie frei, diese nichtsnutzigen Lehrer, verdienen dabei 100.000 Schilling im Monat  und das auch noch unkündbar. Frechheit! Skandal!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fang jetzt gar nicht an, zu versuchen, mit Argumenten zu erklären, warum dieser Vergleich völliger Schwachsinn ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wers nicht versteht, der denke zunächst einmal über folgende Gegenfragen nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Lieber Herr Österreicher, liebe Frau Österreicherin. Nun ist es doch so, dass es Ihre Pflicht als Eltern ist, ihre Kinder gut zu versorgen. Dafür erhalten Sie auch gewisse staatliche Vergünstigungen bzw. Kindergeld. Es ist deshalb nur recht und billig, dass wir Ihren geschätzten Nachwuchs regelmäßig evaluieren, was sie von Ihrer Leistung (inklusive Taschengeld, Ausgehzeiten etc) halten, und wenn es da zu viel Kritik gibt, dann setzt es aber staatliche Konsequenzen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: In noch keinem Formular, das ich ausfüllen musste, wurde je nach meinem Friseur oder Koch gefragt. Sehr wohl taucht da jedoch immer wieder die Rubrik &quot;Beruf&quot; o.ä. auf. Und siehe da, in dieser gibt es als Antwortmöglichkeit unter anderem &quot;SchülerIn&quot; o.ä. - Könnte ich jetzt daraus ganz frech schließen, dass Schüler eine Art Berufsgruppe darstellen? Eine Berufsgruppe, die daran arbeiten muss, sich selbstständig und unter Anleitung ihrer Vorgesetzten (der Lehrer) zu bilden? Lieber Herr Österreicher, liebe Frau Österreicherin. Bitte gehen Sie also morgen an ihrer Arbeitsstelle zu Ihrem Chef. Verlangen Sie, dass Sie als Angestellte das Recht haben müssen, Ihre Vorgesetzten regelmäßig zu evaluieren, was Sie von deren Leistung (inklusive Bezahlung, Arbeitszeiten etc) halten, und wenn es da zu viel Kritik gibt, dann setze es aber staatliche Konsequenzen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;In Österreich habe konstruktive Kritik keine Tradition, sagt eine kritische Lehrerin.&lt;/i&gt; Der Kurier-Kommentar ist wieder einmal ein guter Beweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nicht heißen soll, dass es nicht eine konstruktive Form von Evaluation geben könnte und womöglich sollte, wenngleich das nicht annähernd so einfach ist, wie wie sich das der Maxi bzw. die Mimi vom Kurier oder Herr Österreicher bzw. Frau Österreicherin vorstellen. Einige Blicke in die an den Universitäten üblichen Evaluationen würden das sicher bestätigen. Aber das ist eine andere Geschichte.</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Zitiert+und+Kommentiert&quot;&gt;Zitiert und Kommentiert&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-06-25T21:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://relationes.twoday.net/stories/5013931/">
    <title>Spars Schnäuztücher (aka Save&apos;s Honkcloths ;)</title>
    <link>http://relationes.twoday.net/stories/5013931/</link>
    <description>Offensichtlich spart Spar in der neuen &quot;Budget&quot; Linie nicht nur bei Produktionskosten, Design und Verpackung - sondern auch bei den Übersetzern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;500&quot; height=&quot;353&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; src=&quot;http://img55.imageshack.us/img55/1863/080623sparbudgetdsc0920yb5.jpg&quot; alt=&quot;spar-budget&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorweg: Strenggenommen falsch ist die Übersetzung nicht, wie die &lt;a href=&quot;http://dictionary.reference.com/browse/handkerchief&quot;&gt;online dictionaries&lt;/a&gt; zeigen - aber, soweit ich das beurteilen kann, hochgradig unüblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest im kanadischen Englisch wird das Papiertaschentuch eigentlich immer &quot;tissue&quot; (oder informell auch nach der Marke &quot;Kleenex&quot;, also die Analogie zum deutschen &quot;Tempo&quot;) genannt, während man im Gegensatz dazu &quot;handkerchief&quot; nur für das gute alte Stofftaschentuch verwendet. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, jemals &quot;handkerchief&quot; auf einer Packung Papiertaschentücher gelesen zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ein kleiner Check auf der Online-Shopping-Seite meiner ehemaligen Stamm-Supermarkt-Kette in England, &lt;a href=&quot;http://www.sainsburys.com/groceries/index.jsp?bmUID=1214249638030&quot;&gt;Sainsbury&apos;s&lt;/a&gt;, hat ergeben, dass - abgesehen von einzelnen &quot;Wipes&quot; und &quot;Hankies&quot; - auch dort fast nur &quot;Tissue&quot; zu bekommen sind. (Ebenda kann man sich auch durch einen kurzer Blick abschauen, dass es scheinbar üblicher ist, die Stückanzahl in &quot;Sheets&quot; und nicht in &quot;Pieces&quot; anzugeben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, wenn ich mal mit meinen 2 bis 3 Jobs nicht mehr ausgelastet bin, werd ich mich vielleicht bei Spar bewerben..</description>
    <dc:creator>relationes</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://relationes.twoday.net/topics/Die+Sprache%28n%29+die+wir+%28mehr+oder+weniger%29+sprechen&quot;&gt;Die Sprache(n) die wir (mehr oder weniger) sprechen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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